Bayer-Milliardenvergleich im Glyphosat-Streit kommt voran
Ein US-Gericht hat den Weg für die endgültige Entscheidung über einen milliardenschweren Vergleich im langjährigen Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Roundup geebnet.
Das zuständige Berufungsgericht in den Vereinigten Staaten wies einen Kläger-Einspruch gegen die geplante Einigung in Höhe von 7,25 Milliarden US-Dollar am Donnerstag zurück. Hintergrund des juristischen Manövers war der Versuch von Prozessbeteiligten, das Verfahren an ein Bundesgericht zu übertragen, dessen Richter den Vergleichsvorschlag zuvor kritisiert hatte. Durch die aktuelle Entscheidung verbleibt das Verfahren nun jedoch beim Gericht im Bundesstaat Missouri, welches der Einigung in einer früheren Phase bereits vorläufigen Zuspruch erteilt hatte.
### Nächste Anhörung im September angesetzt
Für den 14. September ist in Missouri eine Anhörung terminiert, bei der über die endgültige Genehmigung des milliardenschweren Vergleichs entschieden werden soll. Vertreter der Klägerseite kündigten an, das juristische Vorgehen auch bei diesem Termin fortzusetzen und den Vergleich weiter anzufechten. Die Bayer-Tochter Monsanto wertete den abgewiesenen Einspruch indessen als haltlos und betonte die Fairness der ausgehandelten Konditionen für alle involvierten Parteien.
Der deutsche Agrochemie- und Pharmakonzern sieht sich in den Vereinigten Staaten mit etwa 65.000 Klagen konfrontiert. Betroffene werfen dem Unternehmen vor, dass der glyphosathaltige Unkrautvernichter ursächlich für Erkrankungen wie das Non-Hodgkin-Lymphom sei. Der Konzern weist diese Anschuldigungen seit jeher zurück.