Börsentiefschlag belasten deutsche Märkte im Oktober
Der deutsche Leitindex startet mit spürbaren Verlusten in den Oktober und durchbricht wichtige Marken. Belastend wirken Inflationsängste und steigende Zinsen.
Zum Auftakt des Monats Oktober verzeichnet der deutsche Aktienmarkt drastische Einbußen. Ausgelöst durch anhaltende Sorgen vor steigenden Teuerungsraten und Zinserhöhungen rutschte der DAX unter die Marke von 25.000 Zählern. Bereits der vorangegangene Monat endete mit einem Minus von vier Prozent, wodurch das Börsenbarometer zudem unter die mittelfristig relevante 100-Tage-Linie geriet.
Marktbeobachter verweisen auf den starken Druck der Anleihemärkte als zentralen Taktgeber für die Kursentwicklung. Insbesondere steigende Renditen in den Vereinigten Staaten stützen den US-Dollar und setzen die europäische Gemeinschaftswährung spürbar unter Druck, die auf den niedrigsten Stand seit Mai gesunken ist. Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt aktuellen Konjunkturdaten aus Übersee, darunter Stimmungsindikatoren für das Verarbeitende Gewerbe.
Während der breite Aktienmarkt Verluste verkraften muss, zeigt sich die Lage in Teilbereichen robust. Die deutsche Elektroindustrie meldet einen deutlichen Anstieg des ifo-Geschäftsklimas, womit sich die Branche zunehmend als stabilisierender Faktor innerhalb der heimischen Industrie erweist. Im Zuge positiver Signale internationaler Chiphersteller verzeichnen zudem Technologiepapiere im Handelsverlauf Kursgewinne. An den Energiemärkten reagieren die Rohölpreise unterdessen volatil auf geopolitische Entwicklungen und veränderte Lagerbestände.