Börsenwoche im Rückblick: Impulse aus den USA stützen den Markt
Schwache US-Arbeitsmarktdaten und sinkende Ölpreise haben dem DAX zum Wochenende zu Kursgewinnen verholfen. Gleichzeitig sorgt die Inflation in der Eurozone für Diskussionen.
In Halle und dem Saalekreis blicken Wirtschaftsbeobachter zum Ende der ersten Oktoberwoche 2026 auf internationale Finanzmärkte, die durch divergierende Konjunktursignale geprägt sind. Nach einer turbulenten Handelsphase verzeichnete der Deutsche Aktienindex zum Wochenschluss am heutigen Freitag einen Zuwachs von 1,17 Prozent und schloss bei 25.231,20 Punkten. Dennoch schlägt für das gesamte Börsenparkett ein Wochenminus von 0,7 Prozent zu Buche, nachdem der Leitindex zuvor zeitweise unter die Marke von 25.000 Zählern gerutscht war.
Auslöser für die freundliche Tendenz zum Wochenende waren vor allem Signale aus den Vereinigten Staaten. Dort fiel der Arbeitsbericht für den Monat September deutlich schwächer aus als von Analysten prognostiziert. Außerhalb der Landwirtschaft entstanden lediglich 29.000 neue Arbeitsstellen. Marktteilnehmer werteten diese Entwicklung überwiegend als Indiz dafür, dass die US-Notenbank Federal Reserve vorerst von weiteren Zinsschritten absehen könnte. Flankiert wurde die positive Marktstimmung durch nachgebende Notierungen am Ölmarkt sowie sinkende Anleiherenditen. Technologiewerte profitierten zudem von starken Vorgaben aus Übersee, wobei insbesondere Halbleiterkonzerne und Chiptitel kräftige Kursaufschläge verzeichneten.
Der Blick richtet sich derweil auch auf die Preisentwicklung in Europa. Im September kletterte die Inflationsrate im Euroraum nach einer ersten Schätzung des Statistikamtes Eurostat auf 3,8 Prozent. Experten hatten im Vorfeld mit einem etwas moderateren Anstieg gerechnet. Haupttreiber dieser Entwicklung bleiben die anhaltend hohen Energiepreise. Um dem Preisdruck bei Rohöl und Diesel zu begegnen, verständigten sich die G7-Staaten unterdessen auf die koordinierte Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel aus strategischen Reserven über die kommenden vier Monate. Diese Maßnahme führte zu einem spürbaren Rückgang der internationalen Ölpreise.
Unternehmensseitig stand unter anderem der Sportartikelhersteller Nike im Fokus, dessen Papiere nach enttäuschenden Quartalszahlen und gesenkten Aussichten für das laufende Geschäftsjahr im Handelsverlauf deutliche Verluste hinnehmen mussten.