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Unternehmen & Industrie · 10. Oktober 2026 · 05:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

EU stuft Lithium-Vorhaben in Mitteldeutschland als strategisch ein

Die Europäische Kommission hat zwei Rohstoffprojekte in Sachsen und Sachsen-Anhalt in den Rang strategischer Vorhaben gehoben, um die Versorgung mit Lithium zu stärken.

Verantwortlich für den Inhalt: AL (vollständige Angaben im Impressum)
Dramatischer Blick auf eine Industrieanlage in Esch-sur-Alzette, Luxemburg.
Bild: Gintare K. · Pexels License

Die Brüsseler Behörde hat im November des laufenden Jahres eine Gruppe von 46 neuen Vorhaben definiert, die künftig von beschleunigten Zulassungsverfahren sowie verbesserten Finanzierungszugängen profitieren sollen. Zu diesem Kreis gehören zwei Standorte in Mitteldeutschland, darunter ein Projekt des Energiekonzerns Neptune Energy in Salzwedel in der Altmark. Das Unternehmen treibt dort die Erforschung und Gewinnung des begehrten Rohstoffs aus Thermalwasser voran, das aus Tiefen von bis zu 4.000 Metern gefördert wird. Eine entsprechende Pilotanlage zur Verfahrenserprobung ist vor Ort bereits in Betrieb. Das Vorkommen in der Altmark zählt nach Unternehmensangaben zu den weltweit bedeutendsten Lithium-Solevorkommen, wodurch der Status als strategisches EU-Vorhaben die Relevanz des Standortes für die europäische Rohstoffsicherheit unterstreicht.

### Weitere Förderprojekte im mitteldeutschen Raum

Ein weiteres begünstigtes Vorhaben liegt im Erzgebirge. Die Firma Zinnwald Lithium plant dort den direkten Abbau des Rohstoffs aus Festgestein unterhalb von Zinnwald-Georgenfeld direkt an der tschechischen Grenze. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter begrüßte die Entscheidung der Kommission und bewertete den Schritt als wichtigen Meilenstein für die industrielle Basis in der Region sowie für die europäische Batteriefertigung. Zusätzliche finanzielle Zuschüsse sind mit dem Status der EU allerdings nicht verbunden.

Kritische Stimmen begleiten die politischen und wirtschaftlichen Pläne jedoch von Beginn an. Verschiedene Bürgerinitiativen in den betroffenen Regionen der Altmark und des Erzgebirges äußern erhebliche Bedenken hinsichtlich möglicher Umweltschäden durch den Bergbau. Auch die Umweltschutzorganisation WWF äußerte Skepsis und forderte, dass bei derartigen Großeinrichtungen der Schutz von Naturressourcen und die langfristige Wassersicherheit stärker gewichtet werden müssen.

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