EU und China einigen sich auf Drosselung von Hybrid-Exporten
Eine neue Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und China sieht eine spürbare Minderung der Einfuhren von Hybridfahrzeugen vor. Davon könnten auch Automobilkonzerne in Deutschland profitieren.
In den Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und China ist es im Oktober 2026 zu einer Verständigung über den Abbau von Exporten im Bereich der Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeuge gekommen. Nach Angaben von EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach Gesprächen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Peking akzeptierte die Volksrepublik erstmals eine derartige Minderung ohne vorherige Handelskonflikte. Über einen Zeitraum von vier Jahren soll das Liefervolumen dieser Antriebsarten in die Europäische Union um mehrere Millionen Einheiten sinken.
Zuletzt machten chinesische Anbieter vor allem im stark nachgefragten Segment der Hybride sprärunge, die den europäischen Markt veränderten. Im Spätsommer 2026 entfiel ein erheblicher Teil der Neuzulassungen in diesem Bereich auf Fahrzeuge, die klassische Verbrennungsmotoren mit elektrischen Systemen verbinden. Vertretungen der deutschen Autoindustrie bewerteten die getroffene Vereinbarung als ein erstes Signal zur Entlastung des heimischen Marktes, verwiesen jedoch darauf, dass die konkreten Auswirkungen erst nach Vorlage aller Rahmenbedingungen verlässlich eingeschätzt werden können. Auch im Bundestag und EU-Parlament gab es Stimmen, die von einem Schritt in die richtige Richtung sprechen, wenngleich eine abschließende Marktabschottung nicht beabsichtigt sei. Die finale Entscheidung über das Gesamtpaket obliegt nun der EU-Kommission unter Führung von Ursula von der Leyen sowie den Mitgliedstaaten. Neben den Autoeinfuhren umfasste das bilaterale Abkommen weitere Punkte zur Kooperation innerhalb der Welthandelsorganisation, darunter mögliche Zolleinsparungen für definierte Gütergruppen.