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Wirtschaft & Termine · 21. August 2026 · 05:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

EU-US-Handelsabkommen: Bilanz und Folgen für Exportwirtschaft

Ein Jahr nach der Grundsatzeinigung zwischen den USA und der EU blicken Wirtschaftsverbände kritisch auf die Auswirkungen der transatlantischen Zollpolitik.

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Containerschiffe liegen im Burchardkai-Terminal in Hamburg während der Dämmerung und zeigen reges maritimes Treiben.
Bild: Wolfgang Weiser · Pexels License

Ein Jahr nach der Verständigung zwischen Washington und Brüssel im Juli 2025 bewerten Wirtschaftsverbände in Deutschland die wirtschaftlichen Folgen des bilateralen Handelsabkommens mit gemischten Gefühlen. Nach intensiven Verhandlungen über die Details im Sommer 2025 einigten sich die Parteien damals auf eine Zollobergrenze von maximal 15 Prozent für die meisten europäischen Einfuhren in die Vereinigten Staaten. Während die EU im Gegenzug unter anderem Zölle auf amerikanische Industriegüter strich, etablierte die Europäische Kommission ein Schutznetz zur Absicherung gegen mögliche einseitige Regeländerungen durch die US-Regierung.

Aktuell liegt der pauschale Zollsatz für zahlreiche europäische Importe durch neue Vorgaben des US-Handelsbeauftragten bei 10 Prozent. Die EU-Kommission bewertet diese Entwicklung primär positiv, da bestehende Exporte von gleichwertigen oder günstigeren Konditionen profitieren und diverse Ausnahmen, wie für bestimmte Rohstoffe und Komponenten, fortbestehen.

Industrieverbände in Deutschland äußern jedoch deutliche Vorbehalte. Der Bundesverband der Deutschen Industrie kritisiert, dass für Stahl- und Aluminiumprodukte weiterhin hohe Sonderzölle von bis zu 50 Prozent bestehen bleiben. Auch die Automobilbranche sieht sich durch US-Zölle von 15 Prozent auf Pkw sowie deutlich höhere Belastungen im Nutzfahrzeugsegment erheblichen Herausforderungen ausgesetzt, zumal die Zölle vor der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump auf einem deutlich niedrigeren Niveau lagen.

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