Gedenken an Drogentote in Halle setzt Zeichen gegen Stigmatisierung
Zum internationalen Gedenktag rückt die Saalestadt das Schicksal Verstorbener in den Fokus. Im Mittelpunkt stehen dabei Hilfsangebote und mehr gesellschaftliche Offenheit.
Halle (Saale) hat am internationalen Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige ein Zeichen für mehr gesellschaftliche Unterstützung und gegen Ausgrenzung gesetzt. Zahlreiche Initiativen und Angehörige gedachten der Menschen, die durch den Konsum illegaler Substanzen ihr Leben verloren haben. Im Zentrum der Veranstaltungen stand die Forderung nach verbesserten Präventionsangeboten sowie einer intensiveren medizinischen und sozialen Begleitung Betroffener.
Organisatorinnen und Organisatoren betonten, dass die Stigmatisierung von Suchtkranken nach wie vor eine der größten Hürden für erfolgreiche Hilfen darstelle. Wer von einer Abhängigkeit betroffen sei, benötige barrierefreien Zugang zu Therapieplätzen und Schadensminderungsprogrammen, statt an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Neben Momenten des innekehrenden Gedenkens bot der Tag Raum für den Austausch zwischen Fachkräften, Betroffenen und Interessierten. Dabei wurde appelliert, Sucht als medizinisches und soziales Problem zu begreifen, das solidarische Lösungsansätze erfordert.