Gottesanbeterin breitet sich in Sachsen-Anhalt stark aus
Das Landesamt für Umweltschutz verzeichnet für das Jahr 2025 eine Rekordzahl von mehr als 8000 Sichtungen der wärmeliebenden Insektenart.
Die Gottesanbeterin ist in Sachsen-Anhalt mittlerweile fest heimisch geworden und dehnt ihr Verbreitungsgebiet spürbar aus. Nach Angaben des Landesamtes für Umweltschutz (LAU) erreichte die Zahl der registrierten Beobachtungen im Laufe des Jahres 2025 einen historischen Höchststand. Insgesamt gingen über die Meldeportale mehr als 8000 entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung und von Fachleuten ein. Damit setzt sich ein kontinuierlicher Trend fort, der den starken Rückhalt dieser wärmeliebenden Art in der Region belegt. Bereits zum wiederholten Mal in den vergangenen Jahren meldeten die Behörden steigende Zahlen, wobei die aktuellen Werte alle bisherigen Statistiken deutlich übertreffen. Beobachter entdeckten die Tiere neben den bekannten Kernlebensräumen zunehmend auch an neuen Standorten im gesamten Landesgebiet. Experten führen diese Entwicklung vor allem auf die veränderten klimatischen Bedingungen und die damit verbundene Erwärmung in den Sommermonaten zurück, die dem ursprünglich aus wärmeren Regionen stammenden Insekt ideale Überlebens- und Fortpflanzungsbedingungen bieten. Das Landesamt wertet die zahlreichen Einsendungen aus, um die Populationsdynamik genau zu dokumentieren und den Ausbreitungspfad wissenschaftlich zu begleiten.