Halle beschließt Millionenpaket für Stadtentwicklung
Der Stadtrat von Halle (Saale) hat im Oktober 2026 eine umfassende Antragsliste für Städtebaufördermittel mit einem Gesamtvolumen von rund 27,6 Millionen Euro verabschiedet.
Der Stadtrat von Halle (Saale) hat im Oktober 2026 eine umfangreiche Finanzierungsinitiative für kommende Infrastruktur- und Sanierungsprojekte auf den Weg gebracht. Mit einer deutlichen Mehrheit von 35 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und 12 Enthaltungen stimmten die Kommunalpolitiker über eine entsprechende Antragsliste ab. Das gesamte Investitionsvolumen der geplanten Maßnahmen beläuft sich auf rund 27,6 Millionen Euro. Rund 20 Millionen Euro davon sollen über Städtebaufördermittel gedeckt werden, während die verbleibende Summe durch Eigenmittel sowie Drittmittel finanziert wird.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Investitionen liegt auf der Aufwertung der historischen Innenstadt im Rahmen des Programms "Lebendige Zentren". Für dieses Gebiet sind Gesamtausgaben von knapp 5,9 Millionen Euro vorgesehen, wovon knapp 4 Millionen Euro aus Fördermitteln fließen. Geplant ist unter anderem eine klimagerechte Umgestaltung des Marktplatzes mit einem Kostenvolumen von rund 1,7 Millionen Euro. Durch den Einsatz von dunklem Granitstein kommt es in den Sommermonaten regelmäßig zu einer starken Aufheizung, der nun durch Entsiegelung, Baumaßnahmen und die Umgestaltung des Wasserspiels "Goldsole" begegnet werden soll. Ergänzend sind Finanzmittel für die Sicherung verfallsbedrohter Altbauten sowie für lokale Kultur- und Belebungsprojekte im Medizinerviertel eingeplant.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet der hallesche Westen. In Halle-Neustadt fließen Gelder in die Umfeldgestaltung sowie in die Modernisierung des öffentlichen Raums, um den sozialen Zusammenhalt und die nachhaltige Infrastruktur zu stärken. Zu den Vorhaben gehören unter anderem die Neugestaltung von Bewegungsachsen, die Umrüstung von Dachentwässerungen zur Regenwassernutzung sowie die Aufwertung von Spiel- und Freizeitflächen wie dem Park Nietleben und dem Areal an der Osnabrücker Straße. Die Maßnahmen zielen darauf ab, städtebauliche Brüche zu beseitigen, Grünflächen klimagerecht anzupassen und die Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger in der Region langfristig zu erhöhen.