Halle verzeichnet stärksten BIP-Zuwachs in Sachsen-Anhalt
Das Statistische Landesamt legte die Wirtschaftsdaten für das Jahr 2024 vor. Halle und der Saalekreis melden dabei deutliche Zuwächse bei der regionalen Wertschöpfung.
Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt hat im August 2025 beziehungsweise August 2026 die regionalen Wirtschaftsdaten für das Berichtsjahr 2024 veröffentlicht. Demnach erwirtschafteten die kreisfreien Städte und Landkreise des Bundeslandes ein nominales Bruttoinlandsprodukt von insgesamt 79,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,3 Milliarden Euro beziehungsweise 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Wirtschaft in der halleschen Region. Die Stadt Halle (Saale) verbuchte mit einem Plus von 5,2 Prozent den stärksten Anstieg im Landesvergleich. Maßgeblich für diese Entwicklung war vor allem die gesteigerte Wertschöpfung im Bereich der öffentlichen und sonstigen Dienstleistungen, der Erziehung sowie des Gesundheitswesens. Dieser Sektor macht in Halle mehr als ein Drittel der gesamten Wirtschaftskraft aus.
Auch der Saalekreis verzeichnete mit einem Wachstum von 4,2 Prozent eine überdurchschnittliche Entwicklung. Hier bildete das Produzierende Gewerbe den zentralen Wachstumstreiber, welches einen Anteil von 50,2 Prozent an der lokalen Gesamtwirtschaft einnimmt. Zudem erreichte die Wirtschaftsleistung je erwerbstätige Person im Saalekreis erstmals die Marke von 102.103 Euro und übertraf damit sowohl den Landes- als auch den Bundesdurchschnitt deutlich.
Landesweit trugen die Landkreise mit rund 56,1 Milliarden Euro den Hauptanteil des Bruttoinlandsproduktes. Demgegenüber wiesen drei Landkreise im Bundesland rückläufige Entwicklungen auf, was hauptsächlich auf zweistellige Einbußen im verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen ist. Insgesamt spiegelt der Bericht ein differenziertes wirtschaftliches Bild in Sachsen-Anhalt wider, bei dem städtische Dienstleistungszentren und industriell geprägte Kreise unterschiedliche Dynamiken aufweisen.