Hallesches Klärwerk soll ausgebaut werden: Mehr Energie aus Abwasser
In Sachsen-Anhalt steigt die Energieerzeugung aus Klärgasen kontinuierlich an. Auch für die Saalestadt sind entsprechende Erweiterungen geplant.
Halle (Saale) / Magdeburg. Die Aufbereitung von Abwasser gewinnt für die regionale Energieversorgung zunehmend an Bedeutung. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes haben die Kläranlagen in Sachsen-Anhalt im zurückliegenden Berichtsjahr 2025 insgesamt rund 35,7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Gegenüber dem Vorzeitraum, in dem 33,8 Millionen Kilowattstunden registriert wurden, entspricht dies einem kräftigen Zuwachs um etwa fünfeinhalb Prozent.
Neben der Elektrizität verzeichneten die zuständigen Betreiber auch bei der Wärmeproduktion neue Höchstwerte. Das anfallende Klärgas wird in modernen Blockheizkraftwerken verstromt und direkt vor Ort in den Anlagen genutzt oder in die Netze eingespeist.
Um diesen Anteil an erneuerbarer Energie weiter zu steigern, rücken nun konkrete Investitionen in den Fokus. So sind im halleschen Klärwerk weitergehende Ausbaumaßnahmen vorgesehen, um die Effizienz der Gasgewinnung zu erhöhen und zusätzliche Potenziale zu erschließen. Damit soll die lokale Infrastruktur einen noch größeren Beitrag zur nachhaltigen Energiebereitstellung leisten und den Ausstoß klimaschädlicher Gase im Stadtgebiet verringern.