Handwerkskammer Halle fordert nachhaltige Entlastung
Die Senkung der Energiesteuer bringt Betrieben im Saalekreis laut Handwerkskammer nur kurzzeitige Linderung. Gefordert werden dauerhafte Reformen bei den Zusatzkosten.
Die von Bund und Ländern beschlossene Reduzierung der Energiesteuer auf Treibstoffe stößt bei der Handwerkskammer Halle auf ein geteiltes Echo. Kammerpräsident Thomas Keindorf bezeichnete die Maßnahme als willkommenen, aber letztlich nur temporären Effekt für die regionale Wirtschaft in Halle und dem Saalekreis. Angesichts stark gestiegener Kraftstoffpreise fehle den Betrieben durch diesen Schritt die langfristige Planungssicherheit.
### Bedenken bei staatlichen Preiskontrollen
Kritisch bewertet die Interessenvertretung zudem die Diskussion um einen möglichen Spritpreisdeckel. Ein staatlich verordneter Höchstpreis berge die Gefahr von Versorgungsengpässen bei weltweiten Rohölverknappungen. Anbieter könnten ihre Lieferungen dorthin lenken, wo höhere Erlöse erzielt werden, wodurch die heimische Versorgung unter Druck geraten könnte.
Anstelle von kurzfristigen Eingriffen plädiert die Handwerkskammer für strukturelle Reformen. Insbesondere das personalintensive Handwerk benötige dauerhafte Entlastungen bei den Energie- und Lohnzusatzkosten, um die internationale und nationale Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen nachhaltig zu sichern.