IHK Halle-Dessau fordert stabile Landesregierung nach der Wahl
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fordert die Industrie- und Handelskammer eine handlungsfähige Regierung. Investoren und Betriebe benötigten Verlässlichkeit.
Halle (Saale) und der Saalekreis stehen im Fokus wirtschaftspolitischer Debatten nach der Landtagswahl im September 2026. Angesichts veränderter Mehrheitsverhältnisse im Parlament hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau betont, wie wichtig eine dauerhaft stabile Landesregierung für den regionalen Wirtschaftsstandort ist. Die Vertretung der gewerblichen Wirtschaft mahnte an, dass komplizierte politische Konstellationen nicht zu einer Phase des Stillstands führen dürfen.
### Wirtschaft fordert verlässliche Rahmenbedingungen
IHK-Präsident Sascha Gläßer erklärte, dass Unternehmen für langfristige Investitionsentscheidungen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze einen verlässlichen politischen Kurs benötigen. Dabei müsse der Fokus auf einer soliden parlamentarischen Basis liegen, die auch bei schwierigen Entscheidungen trägt. Eine innovations- und wachstumsfreundliche Politik sei unerlässlich, um die bekannten strukturellen Herausforderungen des Bundeslandes zu bewältigen.
Zudem unterstrich die Kammer die Bedeutung internationaler Vernetzung. Sachsen-Anhalt müsse weltoffen bleiben, um dringend benötigte Fachkräfte und Investitionen zu gewinnen. Die künftige Landesregierung müsse zudem eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bund und den europäischen Partnern pflegen, anstatt sich zu isolieren. Die IHK kündigte an, die Bildung der neuen Exekutive kritisch zu begleiten und die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen unabhängig von der genauen Parteienkonstellation zu vertreten.