IHK Halle-Dessau: Regionale Wirtschaft verharrt in Stagnation
Auch im zweiten Quartal 2026 kommt die Konjunktur in Südost-Sachsen-Anhalt nicht voran. Die Industrie blickt trotz leichter Lichtblicke weiter pessimistisch auf die kommenden Monate.
Die regionale Wirtschaft in Südost-Sachsen-Anhalt bleibt zu Beginn des Sommerhalbjahrs in einer anhaltenden Wachstumsflaute gefangen. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau verharrt die hiesige Konjunktur auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres in einer spürbaren Stagnationsphase.
Zwar zeigen aktuelle Auswertungen, dass sich die geschäftliche Ausgangslage in den Unternehmen im Vergleich zum vorherigen Quartal, das stark von Krisenbelastungen geprägt war, geringfügig verbessern konnte. Von einer durchgreifenden und nachhaltigen Trendwende kann nach Einschätzung der Kammer jedoch keine Rede sein.
Verantwortlich für die verhaltene Stimmung sind vor allem anhaltende Unsicherheiten auf den Märkten sowie strukturelle Belastungen, die den Betrieben im Kammerbezirk zu schaffen machen. Viele Unternehmen sehen sich weiterhin mit gedämpften Auftragsbeständen und steigenden Kosten konfrontiert. Angesichts dieser Rahmenbedingungen bewerten die Betriebe ihre Aussichten für die kommenden Monate überwiegend zurückhaltend. Ein schneller wirtschaftlicher Aufschwung ist im Verlauf dieses Jahres demnach kaum zu erwarten.