Industrieproduktion verzeichnet herben Dämpfer im Sommer
Die deutsche Industrie hat im Juli einen spürbaren Produktionsrückgang erlitten. Besonders der Automobilsektor bremste die gesamtwirtschaftliche Entwicklung deutlich aus.
Das Statistische Bundesamt meldete am Montag einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Juli. Im Vergleich zum Vormonat drosselten Industrie, Bau und Energieversorger ihre Erzeugung demnach um 1,1 Prozent. Einen derart starken Einbruch gab es zuletzt im August 2025. Befragte Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem leichten Wachstum gerechnet, nachdem die wirtschaftliche Aktivität im Juni stagniert hatte.
### Kraftstoff für den Rückgang im Kfz-Sektor
Hauptursache für die negative Entwicklung ist der Verarbeitende Sektor, insbesondere die Automobilindustrie. Hier schrumpfte das Herstellervolumen um 9,2 Prozent. Verantwortlich dafür waren unter anderem mehrwöchige Produktionspausen während der Sommerferien. Insgesamt ging die Erzeugung in der Industrie um 2,2 Prozent zurück.
Gegenläufige Impulse kamen hingegen aus anderen Wirtschaftsbereichen. Die Bauproduktion weitete sich um 0,9 Prozent aus. Noch deutlich stärker zeigte sich der Energiesektor mit einem Zuwachs von 4,7 Prozent, der vor allem auf gesteigerte Erträge aus Windkraft und Photovoltaik zurückzuführen ist.
Zusätzlich belasteten externe Faktoren wie die seit Mitte Juni eingeschränkte Rheinschifffahrt die Logistik und Fertigungsprozesse vieler Betriebe. Dennoch bleiben die Aussichten für die kommenden Monate nicht gänzlich trüb, da die Industrie nach Angaben der Statistiker auf historisch gut gefüllte Auftragsbücher blickt.