Künstliche Intelligenz prägt zunehmend regionale Wirtschaftsstrukturen
Unternehmen aus Sachsen-Anhalt setzen verstärkt auf Automatisierung und digitale Prozesse. Experten diskutieren über Potenziale und Effizienzgewinne im Handwerk.
In Magdeburg fand kürzlich eine Fachkonferenz zur digitalen Transformation statt, bei der Branchenvertreter über den praktischen Nutzen von künstlicher Intelligenz berieten. Die Veranstaltung beleuchtete neue Wege, mit denen auch kleinere Betriebe ihre Arbeitsabläufe optimieren können. Experten betonten vor Ort, dass moderne Technologie vor allem effizientes Arbeiten ermöglicht und kleineren Unternehmen neue Marktchancen eröffnet.
Ein Vorreiter aus dem Norden des Bundeslandes zeigt, wie der Systemwechsel in der Praxis gelingt. Ein mittelständischer Fachbetrieb aus dem Salzwedel gewinnt durch den konsequenten Verzicht auf Papier und den Einsatz digitaler Raumvermessung mittels Smartphone an Produktivität. Das Unternehmen vertreibt und betreut Wärmepumpen sowie Photovoltaikanlagen und steuert diese zentral über Computersysteme. Für diese digitale Ausrichtung erhielt der Betrieb im Vorjahr eine Auszeichnung bei einem landesweiten Innovationswettbewerb.
Fachleute auf dem Netzwerktreffen in der Magdeburger Avnet-Arena machten deutlich, dass der Fokus beim Einsatz neuer Softwarelösungen auf schlanken Prozessen und der Entlastung der Beschäftigten liegen muss. Insbesondere jüngere Arbeitskräfte treiben den Wandel in den Betrieben voran, während die Begleitung der Belegschaft durch die Führungsebene als zentraler Faktor für das Gelingen gilt. Neben dem Handwerk stehen auch andere Branchen vor der Herausforderung, sich an die veränderten Bedingungen durch automatisierte Text- und Medienproduktion anzupassen.