Kunstprojekt in Halle sichert Relikte des DDR-Spielplatzdesigns
Ein lokaler Fotograf widmet sich in Halle einem ungewöhnlichen Kulturgut und dokumentiert historische Klettergerüste aus DDR-Zeiten als bleibende Kindheitserinnerungen.
In Halle widmet sich ein neues Kunstprojekt der Spurensuche nach prägenden Elementen des ostdeutschen Alltagsdesigns. Ein Fotograf aus der Saalestadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, historische Klettergerüste und Spielgeräte aus der DDR-Ära vor dem endgültigen Vergessen zu bewahren. Im Mittelpunkt der Initiative steht die fotografische Dokumentation dieser oft markanten Spielplatzkonstruktionen, die jahrzehntelang das Bild unzähliger Wohngebiete prägten.
Die Aktion versteht sich als Beitrag zur Bewahrung regionaler Kulturgeschichte und greift nostalgische Kindheitserinnerungen auf. Viele der damals oft in Serie gefertigten Metall- und Betonkonstruktionen, darunter stilisierte Weltraumraketen oder geometrische Kletterlandschaften, verschwinden im Zuge von Sanierungen und modernen Sicherheitsstandards zunehmend aus dem städtischen Raum. Das Projekt dokumentiert den aktuellen Zustand der verbliebenen Relikte und setzt diese künstlerisch in Szene. Wann die entstandenen Aufnahmen der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.