Landesweingut Kloster Pforta vor Strukturanpassung
Das sachsen-anhaltische Landesweingut Kloster Pforta ringt um seine wirtschaftliche Stabilität. Trotz akuter Verluste und drastischer Einschnitte weist das Finanzministerium eine drohende Insolvenz zurück.
Das Finanzministerium von Sachsen-Anhalt hat Berichte über eine unmittelbar bevorstehende Zahlungsunfähigkeit des Landesweingutes Kloster Pforta im August zurückgewiesen. Zwar befinde sich der Betrieb in einer wirtschaftlich schwierigen Phase, jedoch seien die Liquidität und die finanzielle Handlungsfähigkeit durch die Landgesellschaft als Gesellschafterin gegenwärtig sowie für die Zukunft abgesichert. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein Minus von 252.000 Euro. Als wesentliche Ursachen für die angespannte Lage nennt das Ministerium gestiegene Produktionskosten, sinkende Konsumzahlen bei Alkohol sowie den späten Frost im Jahr 2024, der weite Teile der Ernte vernichtete.
### Neuausrichtung und Flächenbewirtschaftung
Um den Betrieb langfristig auf ein solides Fundament zu stellen, beschloss die Landesregierung ein Sanierungskonzept. Entgegen anderslautender Medienberichte über einen flächendeckenden Verkauf der Rebflächen sieht der Plan vor, künftig 23 Hektar in Eigenregie mit eigenem Personal zu bewirtschaften. Für die verbleibenden Areale der insgesamt rund 50 Hektar großen Rebfläche sind demnach vertragliche Regelungen zur Bewirtschaftung vorgesehen. Flankierend dazu plant die Unternehmensführung, die Vertriebsstrukturen zu modernisieren und Einsparpotenziale zu realisieren. Medienberichten zufolge ist in diesem Zuge auch ein Abbruch von Arbeitsplätzen bei den derzeit 24 besetzten Stellen vorgesehen, um den Geschäftsbetrieb bis zum Jahr 2027 nachhaltig zu stabilisieren.