Metall- und Elektroindustrie: IG Metall kündigt Warnstreiks an
Nach Ablauf der Friedenspflicht drängt die IG Metall in den laufenden Tarifverhandlungen auf höhere Löhne. Bundesweit stehen Tausende Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie vor zeitlichen Ausständen.
In der Bundesrepublik stehen weite Teile der Metall- und Elektrobranche vor kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen. Nach dem Ende der Friedenspflicht am darauffolgenden Sonntag hat die Industriegewerkschaft Metall angekündigt, den Druck in den aktuellen Tarifauseinandersetzungen spürbar zu erhöhen. Bis zum Ende der laufenden Woche sind in mehr als zweitausend Betrieben deutschlandweit Protestaktionen vorgesehen. Die Organisation fordert für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten im Rahmen des Flächentarifs bei einer zwölfmonatigen Laufzeit eine Entgelterhöhung von fünf Prozent sowie garantierte Zusagen für Arbeitsplätze und Standorte.
### Arbeitgeber lehnen Forderungen ab und warnen vor Belastungen
Die Arbeitgeberseite wies die gewerkschaftlichen Forderungen bislang zurück und legte in der zweiten Verhandlungsrunde ein Konzept vor, das für das kommende Jahr eine Einmalzahlung sowie eine stufenweise Erhöhung von 1,3 Prozent ab Juli des Jahres 2028 vorsieht. Dieses Angebot begründeten Wirtschaftsvertreter mit der angespannten konjunkturellen Situation und den anhaltend hohen Kosten für die Industrie im Inland. Wirtschaftsverbände kritisierten die angekündigten Ausstände scharf als unangebrachten Druck, der die wirtschaftliche Basis und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der aktuellen Lage zusätzlich belaste.