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Unternehmen & Industrie · 10. September 2026 · 05:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

Millioneninvestition für Bio-Economy-Hub in Leuna

Der Kreistag des Saalekreises hat die Weichen für ein bedeutendes Strukturwandelprojekt gestellt. In Leuna entsteht ein Gründerzentrum für die Bioökonomie.

Verantwortlich für den Inhalt: AL (vollständige Angaben im Impressum)
Schrägansicht eines modernen Gebäudes mit Metallfassade und großen Fenstern, unter einem klaren Himmel.
Bild: Marcus Lenk · Pexels License

Bei seiner Zusammenkunft am 09. September 2026 in Halle und dem Saalekreis hat der Kreistag weitreichende Beschlüsse zur regionalen Wirtschaftsentwicklung gefasst. Im Zentrum der Beratungen stand dabei die Etablierung des sogenannten Bio-Economy-Hubs am Standort Leuna, womit ein zentraler Meilenstein beim Übergang von der herkömmlichen Mineralölverarbeitung zur modernen Biochemie erreicht wird.

Die mehrheitliche Zustimmung des Kommunalparlaments ermöglicht der Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis die Realisierung des Vorhabens. Das künftige Gründerzentrum ist auf dem Areal des Roten Ochsen geplant und soll als Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und industrieller Anwendung dienen. Auf diese Weise erhalten rund dreißig junge Unternehmen aus den Bereichen Biochemie und Bioökonomie die Möglichkeit, in modernen Büro-, Labor- und Technikumräumen ihre Innovationen bis zur Marktreife zu entwickeln. Durch die direkte Anbindung an den bestehenden Chemiepark sind wesentliche infrastrukturelle und genehmigungsrechtliche Voraussetzungen bereits erfüllt.

Das gesamte Investitionsvolumen für die Errichtung des Hubs beläuft sich auf etwa 59,25 Millionen Euro. Der Löwenanteil von rund 56,29 Millionen Euro fließt aus Fördermitteln des Sonderprogramms zur Beschleunigung der Transformation in ostdeutschen Raffineriestandorten und Häfen zu. Für die verbleibenden Eigenmittel in Höhe von knapp drei Millionen Euro sowie die Zwischenfinanzierung der Planungs- und Bauphase ist die Aufnahme eines Bankdarlehens vorgesehen. Zur Absicherung dieses Kapitals bewilligte das Gremium zudem eine Ausfallbürgschaft des Landkreises in Höhe von 17,6 Millionen Euro, deren Laufzeit an die erfolgreiche Inbetriebnahme des Zentrums gekoppelt ist.

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