Zum Inhalt springen Kein
Tracking
halle news.com BETA · Wirtschaftsportal im Aufbau
Handel & Handwerk · 16. Oktober 2026 · 05:19 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

Neuer Insolvenzantrag bei Warenhauskette Galeria

Der Handelskonzern Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf erneute Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb an den verbliebenen Standorten läuft vorerst weiter.

Verantwortlich für den Inhalt: AL (vollständige Angaben im Impressum)
Schwarzweißaufnahme einer belebten Straße in Freiburg mit Straßenbahnschienen und Fußgängern im Herbst.
Bild: Horst Dreisbach · Pexels License

Die traditionsreiche Warenhauskette Galeria schlittert erneut in die finanzielle Krise. Beim zuständigen Amtsgericht in Düsseldorf wurde ein entsprechender Antrag eingereicht, wie das Unternehmen im Verlauf der Woche bekanntgab. Der laufende Geschäftsbetrieb in den deutschlandweit verbliebenen 83 Filialen mit rund 12.000 Beschäftigten soll vorerst aufrechterhalten werden.

Für die in Mitteldeutschland verbliebenen Standorte in Dresden, Leipzig, Magdeburg und Erfurt bedeutet dieser Schritt eine erneute Phase der Unsicherheit. In einer offiziellen Mitteilung hieß es, der rechtliche Rahmen solle genutzt werden, um die Strukturen zu ordnen und Zukunftsperspektiven zu erarbeiten. Details zu den konkreten Ursachen der erneuten Zahlungsunfähigkeit wurden zunächst nicht kommuniziert.

Vertreter der Anteilseigner räumten ein, dass die bisherigen Umstrukturierungsbemühungen nicht den erhofften Erfolg brachten. Kritik kam unter anderem von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die Versäumnisse des Managements und fehlende Investitionen der Gesellschafter in den vergangenen Jahren monierte. Um die Löhne der Mitarbeiter vorübergehend zu sichern, soll das ausstehende Insolvenzgeld über eine Bank vorfinanziert werden. Die Auszahlung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit und bildet die Basis für die temporäre Fortführung des Handelsbetriebs.

Es handelt sich bereits um den vierten Insolvenzantrag des Handelskonzerns seit dem Jahr 2020. Zuletzt hatte das Unternehmen im Zuge eines Verfahrens vor zweieinhalb Jahren mehrere Filialen schließen müssen. Im Sommer 2024 übernahmen die US-Investmentgesellschaft NRDC sowie eine Beteiligungsgesellschaft des Unternehmers Bernd Beetz die Mehrheit an dem Handelsriesen.

#galeria #insolvenz #einzelhandel #wirtschaft #arbeitsmarkt

Mehr aus Handel & Handwerk