Neuer Tarifvertrag im mitteldeutschen Einzelhandel beschlossen
Beschäftigte im stationären Einzel- und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erhalten schrittweise mehr Gehalt.
In der dritten Verhandlungsrunde der laufenden Tarifauseinandersetzung haben sich die Gewerkschaft ver.di und der Handelsverband für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Montag, den 28. September 2026, auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Die Einigung sieht vor, dass die Entgelte der Arbeitnehmer in der Region in zwei Stufen angehoben werden.
Zum 1. September 2026 erfolgt eine erste Erhöhung der Löhne und Gehälter um drei Prozent. Eine weitere Anpassung um zwei Prozent tritt nach den Vereinbarungen zum 1. Juni 2027 in Kraft. Parallel dazu steigen auch die Vergütungen für Auszubildende zu den jeweiligen Stichtagen. Der ausgehandelte Vertrag besitzt eine Gesamtlaufzeit von 25 Monaten.
Dem Abschluss gingen monatelange Proteste und Arbeitsniederlegungen in zahlreichen Betrieben voraus. Die beteiligten Tarifparteien haben eine gemeinsame Erklärungsfrist vereinbart, die bis zum 5. Oktober 2026 läuft. Mit dem neuen Abkommen reagieren die Vertragspartner auf die wirtschaftlichen Belastungen durch die Inflation in den vergangenen Jahren und sichern den Beschäftigten im regionalen Handelssektor ein verändertes Lohngefüge zu.