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Handel & Handwerk · 28. September 2026 · 09:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

Ostdeutsche Handwerkskammern fordern bessere Rahmenbedingungen

In der vergangenen Woche trafen sich die Spitzen der ostdeutschen Handwerkskammern, um in Halle über politische und wirtschaftliche Perspektiven zu beraten.

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Blick von oben auf einen Ledermacher bei der Arbeit in einer Werkstatt, der sich auf die Schuhherstellung konzentriert.
Bild: Anna Shvets · Pexels License

In der vergangenen Woche kamen die Präsidentinnen und Präsidenten der Handwerkskammern aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Halle zu Beratungen zusammen. Im Fokus der Zusammenkunft standen aktuelle politische Entwicklungen im Bundesland Sachsen-Anhalt sowie übergreifende regionalwirtschaftliche Herausforderungen. Im Nachgang verabschiedeten die Kammerverwalter eine gemeinsame Erklärung.

Das ostdeutsche Handwerk agiert nach Einschätzung der Kammern nicht nur als reiner Wirtschaftsfaktor, sondern leistet einen wesentlichen Beitrag zur Grundversorgung, zur Beschäftigung und zum gesellschaftlichen Gefüge in städtischen wie ländlichen Regionen. In den insgesamt 13 Kammerbezirken sind gegenwärtig rund 168.000 Betriebe registriert. Gemeinsam erwirtschaften diese Unternehmen einen Umsatz von etwa 100 Milliarden Euro und stellen Arbeitsplätze für rund 850.000 Beschäftigte bereit. Neben ihrer ökonomischen Präsenz engagieren sich zahlreiche Handwerker ehrenamtlich in Vereinen, im lokalen Sport oder in der Kommunalpolitik.

Angesichts globaler und nationaler Belastungen sehen sich die Betriebe jedoch mit erheblichen Hürden konfrontiert. Als dringlichstes Problem benannten die Kammern die langfristige Sicherung des Fachkräfte- und Meisterkräftenachwuchses. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, fordern die Verantwortlichen konkrete bildungspolitische Schritte. Dazu zählen eine verbindliche Berufsorientierung an sämtlichen Schulformen, verlässliche Strukturen im Berufsschulnetz sowie finanzielle Entlastungen für Auszubildende, die auf Unterbringungsmöglichkeiten an den Schulstandorten angewiesen sind. Die Interessenvertretungen unterstreichen, dass verlässliche politische Vorgaben unabdingbar sind, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Handwerks dauerhaft zu bewahren.

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