Städtische Wohnungsgesellschaften überweisen Millionen an die Stadt
Die HWG und die GWG leiten erhebliche Finanzmittel aus ihren Jahresabschlüssen an die städtische Kasse weiter.
Halle (Saale) - Die beiden städtischen Wohnungsgesellschaften, die Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) und die Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt (GWG), haben ihre aktuellen Jahresabschlüsse vorgelegt. Wie aus den Berichten hervorgeht, fließen in diesem Jahr erneut beträchtliche Finanzmittel in Höhe von insgesamt 3,5 Millionen Euro direkt in die Kasse der Stadtverwaltung.
Die Abführung dieser Erträge stützt den städtischen Haushalt, der in den kommenden Monaten vor finanziellen Herausforderungen steht. Während die Stadtkasse von den Gewinnen profitiert, kritisieren Beobachter die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass diese Millionenzahlungen letztlich über die Mieten durch die Mieterschaft der kommunalen Wohnungsunternehmen erwirtschaftet und getragen werden. Die Unternehmen verwalten einen großen Bestand an Wohn- und Gewerbeimmobilien im gesamten Stadtgebiet und stehen angesichts steigender Bau- und Bewirtschaftungskosten vor permanenten wirtschaftlichen Aufgaben. Die Dividendenzahlungen an die Stadt sind seit Jahren ein wiederkehrendes Instrument zur Haushaltskonsolidierung, das jedoch regelmäßig über die Preisgestaltung im Wohnungssektor diskutiert wird.