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Arbeitsmarkt & Fachkräfte · 30. September 2026 · 05:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

Stadtratsfraktion fordert Ausbildungsnacht in Halle

Mit einer neuen Veranstaltungsreihe sollen Jugendliche im Jahr 2027 direkte Einblicke in hallesche Betriebe erhalten und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Verantwortlich für den Inhalt: AL (vollständige Angaben im Impressum)
Ein malerisches Bauernhaus aus Holz in ländlicher Umgebung bei Sonnenuntergang.
Bild: Matthias Köhler · Pexels License

In Halle (Saale) steht eine neue Initiative zur Berufsorientierung im Raum. Die Fraktion Die Linke hat im September 2026 einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, um ab dem Jahr 2027 eine sogenannte Lange Nacht der Ausbildungen zu etablieren. Das Konzept orientiert sich an dem Format der etablierten Wissenschaftsnacht und zielt darauf ab, potenzielle Nachwuchskräfte direkt in die Betriebe, Werkstätten und städtischen Einrichtungen der Region zu führen.

Nach den Vorstellungen der Antragsteller soll die Veranstaltung am späten Nachmittag und Abend stattfinden. Jugendliche erhalten dabei gemeinsam mit ihren Eltern die Gelegenheit, Arbeitsplätze vor Ort zu besichtigen, praktische Einblicke in den Arbeitsalltag zu gewinnen und das Gespräch mit Beschäftigten sowie Auszubildenden zu suchen. Die Verantwortlichen betonen, dass diese Form der Präsentation praxisnaher und aussagekräftiger sei als klassische Messehallen.

Für die Umsetzung ist eine breite Vernetzung regionaler Akteure vorgesehen. Neben interessierten Unternehmen sollen unter anderem die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, die Handwerkskammer Halle, die Agentur für Arbeit sowie die städtischen Eigenbetriebe in die Organisation einbezogen werden. Während die Unternehmen ihre Türen eigenverantwortlich gestalten und finanzieren, plant die Stadtverwaltung die Übernahme der übergeordneten Koordination sowie der Öffentlichkeitsarbeit.

Um die Erreichbarkeit der verschiedenen Standorte im Stadtgebiet sicherzustellen, strebt die Initiative zudem eine Kooperation mit der Halleschen Verkehrs-Aktiengesellschaft an. Geprüft wird hierbei eine vergünstigte oder kostenfreie Mobilitätslösung für die Teilnehmenden, die durch Sponsoren und beteiligte Partner getragen werden könnte. Ziel des Vorhabens ist es einerseits, Jugendlichen die Berufsfindung zu erleichtern, und andererseits regionalen Arbeitgebern effektive Wege zur Gewinnung von Fachkräften aufzuzeigen.

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