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Wirtschaft & Termine · 21. August 2026 · 05:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

US-Zollrückzahlungen spülen Millionen in deutsche Konzerne

Börsennotierte deutsche Unternehmen erhalten nach einer juristischen Niederlage der US-Regierung beträchtliche Erstattungen auf frühere Zölle zurück.

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Ein eindrucksvolles Bild eines automatisierten Containerterminals im Hafen von Melbourne, Victoria, das die industrielle Güterabfertigung veranschaulicht.
Bild: Joolsmagools ®️ · Pexels License

Deutsche Publikumsgesellschaften verbuchen in ihren Bilanzen erhebliche finanzielle Rückflüsse aus den Vereinigten Staaten. Hintergrund der Transaktionen ist eine richterliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Washington aus dem Februar 2026, welche die unter der Ägide von US-Präsident Donald Trump erhobenen Importabgaben für ungültig erklärte. Insgesamt belaufen sich die bisher ausgezahlten Beträge auf über 790 Millionen Euro.

### Logistik und Medizintechnik als Hauptprofiteure

Angeführt wird die Liste der Rückerstattungen vom Logistikriesen DHL, der eine Summe von 416 Millionen Euro verbuchte. Da das Unternehmen die Gebühren seinerzeit an seine Kundschaft weitergereicht hatte, plant der Konzern eine zeitnahe Weitergabe der Gelder an die betroffenen Auftraggeber. Deutliche Zuflüsse verzeichnet zudem der Gesundheitssektor. Der Medizintechnik-Anbieter Siemens Healthineers erhielt nach eigenen Angaben rund 200 Millionen Euro netto zurück. Kleinere Beträge flossen an den Laborausstatter Sartorius mit 26 Millionen Euro sowie an den Medizin- und Sicherheitsausrüster Dräger mit 22 Millionen Euro.

Weitere Ausgleichszahlungen gingen an Unternehmen wie den Sportartikelhersteller Puma mit 49 Millionen Euro und den Großküchengeräteproduzenten Rational mit 14 Millionen Euro. Auch Firmen wie SMA Solar, Knorr-Bremse und Zeiss Medical profitierten von den Rückzahlungen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass weitere Finanzmittel folgen werden, da Konzerne wie Adidas oder Merck zusätzliche Millionenbeträge in Aussicht stellen.

Die handelspolitischen Auseinandersetzungen dauern indes an. Nach dem Wegfall der ursprünglichen Abgaben etablierte die US-Regierung neue Importgebühren, die wiederum zu juristischen Gegenreaktionen von mehreren US-Bundesstaaten führten. Sollten die zuständigen Gerichte auch diese neuen Abgaben für unzulässig erklären, stünden betroffene Exportunternehmen vor einer erneuten Welle von Rückerstattungen.

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