Abschiebeflug ab Leipzig-Halle: 31 Afghanen ausgeflogen
Vom Flughafen Leipzig-Halle aus hat am späten Montagabend ein Charterflug mit 31 afghanischen Staatsbürgern stattgefunden. Begleitet wurde die Maßnahme von Protesten.
Am späten Montagabend ist vom Flughafen Leipzig-Halle aus eine Sammelabschiebung nach Afghanistan erfolgt. Insgesamt 31 Männer wurden im Rahmen eines Charterflugs in ihre Heimat gebracht. Die Maßnahme steht im Kontext der verschärften migrationspolitischen Vorgaben der Bundesregierung, die ihren Kurs in diesem Bereich fortsetzt.
Der Abflug am regionalen Airport verlief nicht unbemerkt. Aktivisten und Kritiker begleiteten den nächtlichen Transport vor Ort mit Protesten gegen die Rückführungen in das von den Taliban kontrollierte Land. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt äußerte sich am Rande der laufenden Sommerklausur der CSU-Landesgruppe zu dem Einsatz und kündigte an, dass derartige Rückführungen in Zukunft weiter fortgeführt werden sollen. Weitere Details zur Identität der Betroffenen oder zu den genauen Hintergründen der Auswahl wurden seitens der Behörden zunächst nicht bekannt gegeben.