Bayer hebt Jahresprognose nach starkem Pharmageschäft an
Der Pharmakonzern Bayer korrigiert seine Geschäftsaussichten nach oben. Verantwortlich dafür sind vor allem neue Medikamente und Fortschritte bei Rechtsstreitigkeiten.
Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat im Verlauf einer am Dienstag abgehaltenen Bilanzvorlage seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert. Nach Angaben der Unternehmensführung bildet insbesondere die Pharmasparte den zentralen Treiber für diese Entwicklung. Verantwortlich für den geschäftlichen Aufschwung sind vor allem zwei neu eingeführte Präparate. Das in der Krebstherapie eingesetzte Mittel sowie ein Medikament für Nierenerkrankungen verzeichneten zuletzt deutliche Umsatzzuwächse. Zudem treibt der DAX-Konzern die Zulassung weiterer Wirkstoffe international voran, um auslaufende Patente bei älteren Kassenschlagern auszugleichen.
Das Pharmasegment übertraf in den ersten drei Quartalen des Jahres das Vorjahresergebnis und sticht durch eine höhere Profitabilität hervor. Angesichts dieser Kennzahlen rechnet das Unternehmen nun mit einem verbesserten operativen Ergebnis. Flankiert wird die wirtschaftliche Erholung von Fortschritten in langwierigen juristischen Auseinandersetzungen in den Vereinigten Staaten, die das Unternehmen seit Jahren belasten. Durch gerichtliche Entscheidungen und vorbereitete Vergleiche im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat sieht sich das Management dem Ziel näher, die finanziellen und rechtlichen Risiken in diesem Bereich signifikant einzudämmen. Die Finanzmärkte reagierten auf die optimierteren Aussichten mit Kursgewinnen für das Papier.