Landesausschuss fordert Reformen in der Berufsbildung
Der Landesausschuss für Berufsbildung hat im Oktober 2026 umfassende Empfehlungen zur Fachkräftesicherung und Stärkung der dualen Ausbildung in Sachsen-Anhalt vorgelegt.
Zur Bewältigung des regionalen Fachkräftemangels fordert der Landesausschuss für Berufsbildung in Sachsen-Anhalt eine deutliche Aufwertung der dualen Ausbildung. Im Oktober 2026 verabschiedete das Gremium in Magdeburg einen umfassenden Katalog mit Handlungsempfehlungen, der an die kommende Landesregierung gerichtet ist. Im Zentrum stehen dabei stabilere Rahmenbedingungen für Ausbildungsbetriebe, berufsbildende Schulen und junge Menschen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Übergänge zwischen allgemeinbildenden Schulen und dem Berufsleben. Um Ausbildungsabbrüche zu verhindern, sollen individuelle Unterstützungsleistungen und die berufliche Orientierung flächendeckend ausgebaut werden. Dies schließt auch weiterführende Schulformen wie Gymnasien ein, an denen praxisnahe Formate künftig stärker verankert werden sollen. Zugleich plädiert der Ausschuss für eine frühere Förderung von mathematischen, naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kompetenzen bereits im Grundschulbereich.
Für die schulische Ausbildung fordert das Gremium eine zeitgemäße digitale Ausstattung der Standorte, moderne Fachräume sowie eine verlässliche Unterrichtsversorgung. Um den Herausforderungen durch längere Anfahrtswege zu begegnen, wird zudem eine flexiblere Beschulung und die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums während der Berufsschulwochen angeregt. Ergänzend sieht der Beschluss vor, die Integration von Zuwanderern durch beschleunigte Verwaltungsverfahren bei der Fachkräfteeinwanderung zu erleichtern.