Neuer Masterplan für die Schiene soll Planung verbessern
Das Bundesverkehrsministerium hat den ersten Infrastrukturplan für das Schienennetz vorgestellt. Das Instrument soll für mehr Verbindlichkeit bei Baumaßnahmen sorgen.
Das Bundesverkehrsministerium hat ein neues Steuerungsinstrument für die Schieneninfrastruktur in Deutschland vorgestellt. Im Beisein von Vertretern des Bundes und der Infrastruktursparte der Deutschen Bahn wurde ein Fünfjahresplan für die kommenden Jahre präsentiert. Das Dokument soll als zentraler Leitfaden für Modernisierungs-, Digitalisierungs- und Erweiterungsvorhaben dienen.
Das Konzept sieht ein rollierendes Planungssystem vor, das fortlaufend ergänzt wird. Damit reagiert die Politik auf Forderungen nach mehr Transparenz und Verlässlichkeit bei den anstehenden Investitionen in das Schienennetz. Kritiker bemängeln allerdings, dass wesentliche Teile wie konkrete Etappen von Generalsanierungen hochbelasteter Strecken im ersten Aufschlag noch fehlen.
Zudem bleibt die langfristige Finanzierung ein zentraler Streitpunkt. Um die Vorhaben unabhängig von jährlichen Haushaltsberatungen abzusichern, ist die Einrichtung eines speziellen Fonds im Gespräch. Vertreter der Bahnwirtschaft bewerten den neuen Plan grundsätzlich als einen sinnvollen Schritt, um die bisher unübersichtlichen Abläufe bei der Netzinstandhaltung zu strukturieren.