Strukturwandel bei Mercedes: Abfindungen für den Stellenabbau
Der Autobauer Mercedes-Benz treibt den personellen Umbau in ausgewählten Werken voran. Um den Wandel zur Elektromobilität zu bewältigen, setzt das Unternehmen auf finanzielle Anreize.
Der Automobilkonzern Mercedes-Benz greift zu finanziellen Mitteln, um den Personalbestand an bestimmten deutschen Standorten zu verringern. Wie im Herbst bekannt wurde, laufen in den Komponentenwerken in Stuttgart-Untertürkheim und Berlin entsprechende Programme für Beschäftigte. Im Fokus stehen dabei Bereiche, die besonders stark vom technologischen Wandel hin zur Elektromobilität betroffen sind, wie etwa die traditionelle Getriebe- und Motorenfertigung.
Da in Deutschland arbeitsrechtliche Vereinbarungen eine Beschäftigungssicherung bis in das kommende Jahrzehnt vorsehen, setzt das Unternehmen auf Freiwilligkeit. Mitarbeitern werden Aufhebungsverträge gegen hohe finanzielle Kompensationen angeboten. Der Dax-Konzern reagiert damit auf sinkende Absatzzahlen im Bereich konventioneller Verbrennungsmotoren sowie auf veränderte Marktbedingungen im internationalen Geschäft. Während für die klassische Antriebstechnik weniger Arbeitskräfte benötigt werden, baut der Hersteller parallel Kapazitäten für neue Technologien wie Batteriesysteme und Axialflussmotoren auf.
Neben den gezielten Programmen in der Produktion verkleinert das Unternehmen fortlaufend auch den indirekten Bereich in Verwaltung und Entwicklung. Ein Teil des natürlichen Personalabbaus erfolgt zudem altersbedingt durch den Eintritt geburtenstarker Jahrgänge in den Ruhestand. Das Gesamtkonzept zielt darauf ab, die Kostenstrukturen des Konzerns anzupassen und die Produktivität zu steigern.