Volkswagen korrigiert China-Prognosen nach unten
Der Volkswagen-Konzern stellt sich auf einen anhaltenden Nachfragerückgang in China ein und senkt seine mittelfristigen Absatzerwartungen deutlich.
Halle und der Saalekreis blicken auf globale Entwicklungen im Automobilsektor, da veränderte Märkte in Fernost auch europäische Industriestrukturen beeinflussen. Volkswagen, einer der weltgrößten Automobilhersteller, rechnet für das laufende Jahrzehnt mit einer dauerhaften Eintrübung des Geschäfts in der Volksrepublik China. Wie das Unternehmen im Herbst dieses Jahres mitteilte, hat sich das dortige Marktumfeld massiv verändert. Noch im Frühjahr ging das Management von deutlich höheren Absatzzahlen aus, korrigierte diese Zielmarke jedoch angesichts sinkender Kundennachfragen spürbar nach unten.
Auslöser für diese Entwicklung sind neben einer zurückhaltenden Konsumstimmung vor allem verschärfte Marktbedingungen. Der Übergang zu alternativen Antrieben beschleunigt sich in China durch veränderte Energiekosten spürbar, während gleichzeitig ein starker Preiskampf durch zahlreiche neue Wettbewerber tobt. Um auf diese Marktdynamik zu reagieren, hat der Konzern in den vergangenen zwei Jahren bereits Kapazitäten angepasst, Personalstrukturen gestrafft und interne Prozesse verschlankt. Branchenbeobachter bewerten die Situation als Belastungsprobe für die globalen Planungen des Herstellers, da fehlende Volumina im wichtigsten Einzelmarkt entweder kompensiert oder durch striktere Kosteneinsparungen ausgeglichen werden müssen.