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Wirtschaft & Termine · 16. August 2026 · 09:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

Deutsche Unternehmen drosseln Investitionen in den USA massiv

Eine aktuelle IW-Studie zeigt einen drastischen Einbruch deutscher Direktinvestitionen in den USA im ersten Halbjahr 2025. Verantwortlich dafür ist unter anderem die Handelspolitik der US-Regierung.

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Ein malerisches Bauernhaus aus Holz in ländlicher Umgebung bei Sonnenuntergang.
Bild: Matthias Köhler · Pexels License
15,8
Vor-Pandemie-Schnitt
4,3
1. Halbjahr 2025

Halle und der Saalekreis blicken auf globale Handelsströme, denn exportorientierte Betriebe in Mitteldeutschland spüren internationale Verwerfungen unmittelbar. Eine am Sonntag bekannt gewordene Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verdeutlicht einen starken Rückgang deutscher Direktinvestitionen in den Vereinigten Staaten. Demnach schrumpfte das finanzielle Engagement deutscher Firmen im ersten Halbjahr 2025 auf etwa 4,3 Milliarden Euro zusammen.

### Rückgang im Vorjahresvergleich

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Minus von 65 Prozent. Datengrundlage für die Auswertung bilden Erhebungen der Bundesbank. Als Hauptursache für den Abwärtstrend benennen Analysten die politische und wirtschaftliche Ausrichtung unter der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump. Hohe Zölle und protektionistische Maßnahmen haben demnach das Investitionsklima für europäische Unternehmen spürbar belastet. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 beläuft sich der Rückgang sogar auf knapp 80 Prozent.

Historisch betrachtet markiert der aktuelle Wert einen markanten Einschnitt. Vor der Corona-Pandemie bewegten sich die Summen im ersten Semester im Durchschnitt noch bei 15,8 Milliarden Euro. Zwar fielen die Investitionsvolumina in den Pandemiejahren teilweise noch geringer aus, doch werten Experten jene Phase als pandemiebedingten Sonderfall.

Die Zusammensetzung der Kapitalströme im Gesamtjahr 2025 weist zudem Besonderheiten auf. Während Neuinvestitionen in Beteiligungskapital schwach ausfielen, hielten Unternehmen bereits bestehende Standorte durch reinvestierte Gewinne und Kredite am Laufen. Dies lässt darauf schließen, dass etablierte Märkte zwar bedient werden, strategische Neuausrichtungen und große Übernahmen jedoch vermieden werden.

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