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Wirtschaft & Termine · 30. Oktober 2026 · 06:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

Ifo-Institut prognostiziert anhaltende Flaute im deutschen Wohnungsbau

Trotz beschleunigter Genehmigungsverfahren prognostiziert das Ifo-Institut für die kommenden Jahre weiterhin niedrige Fertigstellungszahlen bei Wohnungen.

Verantwortlich für den Inhalt: AL (vollständige Angaben im Impressum)
Nahaufnahme der Fassade eines modernen Hochhauses gegen einen klaren blauen Himmel.
Bild: Marcus Lenk · Pexels License
185.000
2026
195.000
2027
195.000
2028

München/Halle (Saale) – Die deutsche Wohnungswirtschaft steuert auch in den kommenden Jahren auf ein niedriges Bauvolumen zu. Aktuellen Analysen des Ifo-Instituts zufolge werden die Fertigstellungszahlen für neue Wohnungen in den Jahren 2027 und 2028 jeweils bei rund 195.000 Einheiten liegen. Damit korrigieren die Wirtschaftsforscher ihre bisherigen Annahmen nach unten. Noch im Februar ging das Institut für 2027 von 205.000 und für 2028 von 215.000 neuen Wohneinheiten aus.

Als Hauptursachen für die stagnierende Entwicklung gelten gestiegene Baukosten, die unter anderem als Folge des Konflikts im Nahen Osten weiter angezogen haben. Experten verweisen zudem auf eine Kombination aus anhaltend hohen Zinsen für die Baufinanzierung, einem früheren Preisschock bei Bauleistungen sowie deutlich reduzierten Fördermitteln des Bundes, die den Markt seit dem Jahr 2022 belasten. Demgegenüber steht ein laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung errechneter Bedarf von rund 320.000 neuen Wohnungen jährlich bis zum Jahr 2030.

Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) betonte, dass der im Vorjahr eingeführte gesetzliche Rahmenturbo zwar behördliche Prozesse beschleunigen könne, jedoch die Kernprobleme der Branche ungelöst lasse. Viele genehmigte Vorhaben scheitern demnach an der wirtschaftlichen Machbarkeit, da sich die Projekte angesichts der aktuellen Kostenstruktur nicht zu bezahlbaren Mieten finanzieren lassen. Dies verschärft nach Einschätzung von Branchenvertretern die Situation für Wohnungssuchende, insbesondere für Familien und junge Menschen.

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