KI-Kosten belasten US-Tech-Konzerne an der Börse
Hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz und steigende Ausgaben für Rechenzentren führen zu spürbaren Kursverlusten bei führenden US-Technologiekonzernen.
Die internationalen Finanzmärkte reagieren mit deutlicher Zurückhaltung auf die finanzielle Entwicklung im Sektor der Künstlichen Intelligenz. An den US-Börsen verzeichneten die Indizes nach jüngsten Quartalsberichten spürbare Rückgänge, wobei der technologielastige Nasdaq-Index am Donnerstag einen Abschlag von 1,4 Prozent hinnehmen musste. Marktbeobachter führen diese Entwicklung vor allem auf ein aus Anlegersicht ungünstiges Verhältnis zwischen den getätigten Investitionen und den erwirtschafteten Umsätzen zurück.
Besonders drastische Kursverluste traf den Google-Mutterkonzern Alphabet. Die Aktie des Unternehmens sank um knapp 13 Prozent, womit ein Börsenwert von rund 500 Milliarden Dollar verlorenging. Als Hauptgrund für die Abkehr der Investoren gelten die massiven Ausgaben für den Ausbau von Rechenzentren, denen im Bereich der KI-gestützten Suche bislang verhältnismäßig geringe Erlöse gegenüberstehen.
Ähnliche Vorzeichen prägen die Bilanz des Onlinehändlers und Digitalkonzerns Amazon. Das Unternehmen sah sich im abgelaufenen Quartal mit stark gestiegenen Kosten für die Errichtung neuer Recheninfrastruktur sowie einem verhaltenen Ausblick auf das anstehende Weihnachtsgeschäft konfrontiert. Nach Angaben des Managements vom späten Donnerstagabend erhöhte sich der Barmittelabfluss im Dreimonatszeitraum drastisch und erreichte einen Wert von 42,4 Milliarden Dollar.