Investitionsinteresse in Deutschland und Europa hoch
Eine Untersuchung im Auftrag der Deutschen Bank zeigt ein großes internationales Interesse an Investitionen in Europa, wobei Deutschland besonders gefragt ist.
Internationale Investoren bewerten Europa und insbesondere die Bundesrepublik im Spätsommer dieses Jahres als äußerst attraktiven Wirtschaftsraum. Laut einer im Juli und August durchgeführten Befragung des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die Deutsche Bank führen vor allem die politische und wirtschaftliche Stabilität sowie die Innovationskraft zu diesem positiven Votum. An der Untersuchung nahmen 1.200 Führungskräfte aus 13 Märkten außerhalb Europas teil, von denen bereits zwei Drittel auf dem europäischen Kontinent agieren und die übrigen Teilnehmer entsprechende Engagements binnen fünf Jahren anstreben.
Alexander von zur Mühlen, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, betonte im Kontext der Ergebnisse die starke internationale Nachfrage, verwies jedoch gleichzeitig auf interne Hürden. Hohe Kosten, langsame Genehmigungsverfahren und bürokratische Fragmentierungen innerhalb des Binnenmarktes schränken demnach das wirtschaftliche Potenzial ein. Für den Standort Deutschland und das europäische Umfeld bedeute dies einen steigenden Reformdruck, um Kapitalströme effizient zu nutzen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.