Unterrichtsausfall in Sachsen-Anhalt erreicht neuen Höchstwert
Das vergangene Schuljahr in Sachsen-Anhalt war von massivem Lehrermangel geprägt. Laut einer Auswertung fiel jede achte Unterrichtsstunde ersatzlos aus.
Die personelle Lage an den Bildungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt hat sich im vergangenen Schuljahr weiter verschärft. Wie aus einer aktuellen Rückmeldung des zuständigen Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht, erreichte der reguläre Unterrichtsausfall einen neuen Höchstwert. Demnach konnte rund jede achte Unterrichtsstunde nicht planmäßig erteilt werden, wobei insgesamt mehr als 800.000 Einheiten ersatzlos gestrichen werden mussten.
Die Anfrage im Landtag wurde durch den Abgeordneten Thomas Lippmann von der Fraktion Die Linke initiiert. Die erhobenen Daten verdeutlichen den anhaltenden Druck auf das Schulsystem im Bundesland, der maßgeblich auf fehlendes Lehrpersonal zurückzuführen ist. Betroffen von den Stundenausfällen sind nach Angaben aus dem Parlament verschiedene Schulformen und Regionen gleichermaßen, was den Lernalltag für Schülerinnen, Schüler sowie Lehrkräfte vor erhebliche Herausforderungen stellt.
Bildungspolitiker fordern angesichts der alarmierenden Zahlen von den Verantwortlichen in Magdeburg kurz- und langfristige Maßnahmen, um die Unterrichtsversorgung landesweit zu stabilisieren. Insbesondere die Gewinnung neuer Lehrkräfte sowie Entlastungsmodelle für das bestehende Personal stehen dabei im Fokus der aktuellen Debatte.