Auswirkungen des Tankrabatts an den Zapfsäulen im Fokus
Wirtschaftsforscher analysieren die Weitergabe der jüngsten Energiesteuersenkung an Autofahrer. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Kraftstoffarten, Wochentagen und Tankstellentypen.
Die im Oktober in Kraft getretene Senkung der Energiesteuer sorgt für unterschiedliche Entlastungseffekte an den Tankstellen. Nach Angaben wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute wird die staatliche Entlastung von rechnerisch rund 17 Cent je Liter nicht in jedem Fall vollständig an die Endkunden weitergereicht. Die Preisgestaltung variiert demnach je nach Tageszeit, Kraftstoffkategorie und Vertriebsweg.
Besonders an Wochenenden schöpfen Marktakteure Spielräume für höhere Margen aus, da Verkehrsteilnehmer in dieser Zeit oft auf das Auto angewiesen sind und kaum Ausweichmöglichkeiten besitzen. Auch bei der Kraftstoffart zeichnet sich eine Differenz ab. Während die Steuerermässigung bei Superbenzin der Sorte E5 fast vollständig bei den Verbrauchern ankommt, fällt der Wert bei Diesel geringer aus. Experten begründen dies unter anderem mit der Nachfragestruktur durch Berufskraftfahrer sowie längeren Lieferketten im Importbereich.
Zudem existieren Abweichungen je nach Standort und Betreiberstruktur. Autofahrer an Autobahntankstellen zahlen trotz des Abschlags weiterhin spürbar höhere Beträge als in städtischen oder ländlichen Regionen, bedingt durch geringe Ausweichmöglichkeiten bei leerem Tank. Zwischen konzerngebundenen Stationen und freien Anbietern hat sich die Preisspanne im laufenden Monat zwar verringert, ein Differenzbetrag bleibt jedoch bestehen.