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Wirtschaft & Termine · 23. Oktober 2026 · 13:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

Bund und Branche beraten über Zukunft von Raffinerien

Die Bundesregierung treibt in Berlin eine neue Strategie zum Erhalt heimischer Raffineriestandorte voran, um die Versorgungssicherheit und industrielle Souveränität zu stärken.

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 Atemberaubende nächtliche Stadtansicht des Hamburger Hafens, beleuchtet mit einem historischen Uhrturm am Wasser.
Bild: Niklas Jeromin · Pexels License

In Berlin hat die Bundesregierung einen Dialogprozess gestartet, um die Wettbewerbsfähigkeit und den langfristigen Bestand von Raffineriestandorten in Deutschland abzusichern. Ziel ist es, eine eigenständige Industriekapazität aufrechtzuerhalten und die Abhängigkeit von internationalen Kraftstoffimporten zu verringern. Konkrete Ergebnisse aus den eingerichteten Arbeitsgruppen werden für das erste Quartal des Jahres 2027 erwartet.

Nach Angaben des Bundesministeriums verfügt die Bundesrepublik derzeit über elf Raffinerien, die zusammen jährlich gut 92 Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten. Diese Industrieanlagen decken einen großen Teil des nationalen Kraftstoffbedarfs für den Straßen-, Luft- sowie Schifffahrtsverkehr ab und stellen gleichzeitig wichtige Grundstoffe für zahlreiche weitere Wirtschaftszweige bereit. Verantwortliche aus Politik und Gewerkschaften betonen, dass der Erhalt dieser Infrastruktur für die strategische Versorgungssicherheit unverzichtbar ist. In Europa wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Anlagen geschlossen, wodurch der Kontinent zunehmend auf Importe aus Drittstaaten angewiesen ist und höhere Preisaufschläge für Energie in Kauf nehmen muss.

Für die anstehende Transformation hin zu einer klimafreundlicheren Produktion stehen die Unternehmen vor enormen finanziellen Herausforderungen. Notwendig sind Investitionen in Milliardenhöhe, um fossile Prozesse schrittweise durch nachhaltige Energiequellen zu ersetzen. Gleichzeitig warnen Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften vor zu hohen bürokratischen Belastungen durch den europäischen Emissionshandel sowie geplante EU-Vorgaben, die die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Betriebe gefährden könnten.

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